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Lesen, lesen, lesen - Der Literaturgesprächskreis der Stadtbücherei am Dienstag

 

Lesen Sie gerne, doch es fehlt Ihnen das Gespräch über das Buch?
Der Literaturgesprächskreis bietet Gelegenheit zum Austausch von Leseerfahrungen und Gedanken, zur Diskussion und Auseinandersetzung mit dem Gelesenen. Literarische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Interessiert?   
Schauen Sie doch einfach mal vorbei, wir freuen uns über neue Teilnehmer.
Bei jedem Treffen steht ein anderes Buch im Mittelpunkt des Abends.
Leitung: Dorothee Heitkamp-Gieseler M.A.
Stadtbücherei 1. OG, 20.00 Uhr ; Teilnahmegebühr 4,- €

21.06.2022          Karl-Heinz Ott: Die Auferstehung
Vier Geschwister kehren in das elterliche Haus in der süddeutschen Provinz zurück. Joschi ist eigentlich nur ein Clochard, irgendwo zwischen Karl Marx und verlottertem Mönch. Jakob ein Fernsehmann mit winziger Mansarde in Paris. Uli ein alternativer Aussteiger mit wechselnden Vorlieben. Nur Linda ist auch im Privatleben eine Macherin. Ihren Vater haben sie kaum gesehen, seit der sich von der »ungarischen Hure« pflegen lässt. Jetzt ist er tot. Morgen früh wird das Testament eröffnet, bis dahin muss das Erbe verteilt sein. Keiner verlässt das Haus - und nach einer langen Nacht kommt der Augenblick der Wahrheit.

20.09.2022         Alexander Boschwitz: Der Reisende
Deutschland im November 1938. Otto Silbermanns Verwandte und Freunde sind verhaftet oder verschwunden. Er selbst versucht, unsichtbar zu bleiben, nimmt Zug um Zug, reist quer durchs Land. Inmitten des Ausnahmezustands. Er beobachtet die Gleichgültigkeit der Masse, das Mitleid einiger Weniger. Und auch die eigene Angst. Er trifft auf Flüchtlinge und Nazis, auf gute wie auf schlechte Menschen. Noch nie hat man die Atmosphäre im Deutschland dieser Zeit auf so unmittelbare Weise nachempfinden können. Denn in den Gesprächen, die Silbermann führt und mithört, spiegelt sich eindrücklich die schreckenerregende Lebenswirklichkeit jener Tage.

18.10.2022              Dave Eggers: Die Parade
Tut man automatisch Gutes, wenn man Gutes tun will? Zwei ausländische Arbeiter, die den armen Süden und den reichen Norden eines vom Bürgerkrieg gezeichneten Landes durch eine neue Straße verbinden sollen, stoßen mit ihrem Vorhaben an unerwartete Grenzen. Einer der beiden Männer möchte so schnell und korrekt wie möglich seine Arbeit verrichten, um bald wieder nach Hause zu können; der andere ist abenteuerlustig und nimmt voller Freude und Neugier alles mit, was ihm die neue Kultur zu bieten hat. Die Straße wird länger, die Konflikte zwischen den beiden werden härter und nehmen eine dramatische Wendung, als einer der Männer lebensbedrohlich erkrankt. 

15.11.2022            Iris Wolf: Die Unschärfe der Welt
Iris Wolff erzählt die bewegte Geschichte einer Familie aus dem Banat, deren Bande so eng geknüpft sind, dass sie selbst über Grenzen hinweg nicht zerreißen. Ein Roman über Menschen aus vier Generationen, der auf berückend poetische Weise Verlust und Neuanfang miteinander in Beziehung setzt.  Die Lebenswege von sieben Personen, sieben Wahlverwandten, die sich trotz Schicksalsschlägen und räumlichen Distanzen unaufhörlich aufeinander zubewegen  zeichnen vor dem Hintergrund des zusammenbrechenden Ostblocks eine wechselvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts. 

13.12.2022            Elizabeth Strout: Mit Blick aufs Meer
In Crosby, einer kleinen Stadt an der Küste von Maine, ist nicht viel los. Doch sieht man genauer hin, ist jeder Mensch eine Geschichte und Crosby die ganze Welt. Und Olive Kitteridge, eine pensionierte Mathelehrerin, sieht sehr genau hin. Sie kann stur und boshaft sein, dann wieder witzig, manchmal sogar eine Seele von Mensch. Auf jeden Fall kommt in Crosby keiner an ihr vorbei ... Mit liebevoller Ironie und feinem Gespür für Zwischenmenschliches fügt die amerikanische Bestsellerautorin die Geschichten um Olive und Crosby zu einem lesenswerten Roman.